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18.06.2019, Wien: "Sicher am E-Scooter" - Initiative von BMVIT, Landespolizeidirektion Wien und AUVA präsentiert


E-Scooter erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer im urbanen Raum steigt ebenso wie die Anzahl der Anbieter von Leihgeräten. Seit 1. Juni gelten mit Inkrafttreten der 31. StVo-Novelle in ganz Österreich einheitliche gesetzliche Bestimmungen für E-Scooter. Mit der Initiative "Sicher am E-Scooter" startet das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gemeinsam mit der Landespolizeidirektion Wien und der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) eine Offensive für Aufklärung und Unfallprävention. "Die gesetzlichen Voraussetzungen sind durchaus bekannt. Nun kommt es darauf an, dass Anbieter, Nutzer, die Polizei und letztendlich auch der Gesetzgeber - in dem Fall das BMVIT, an einem Strang ziehen. Mit diesem Event wollen wir zeigen, wie ein gutes Miteinander funktioniert. Die heute unterzeichnete Deklaration ist das verschriftlichte Bekenntnis“, so Sabine Kühschelm.

Michael Takacs, Leiter der Landesverkehrsabteilung der Wiener Polizei ergänzt dazu: "Durch die aktuelle StVO-Novelle wurde eine bundesweite Lösung geschaffen, die den einschreitenden Organen Handlungssicherheit gibt. Die freiwilligen Selbstbeschränkungen der Betreiber erhöhen zusätzlich die Verkehrssicherheit und reduzieren die Konfliktsituationen mit anderen Verkehrsteilnehmern. Zusätzlich müssen wir versuchen durch gezielte Aufklärung so viele Scooter-Nutzer wie möglich zu erreichen."

Der Startschuss für die Initiative "Sicher am E-Scooter" fiel am 18. Juni. Im Rahmen eines Aktionstags konnten sich Journalistinnen und Journalisten sowie alle Interessierten über rechtliche Rahmenbedingungen und praktische Tipps im Umgang mit elektrisch betriebenen Rollern informieren. Außerdem konnten sie ihr praktisches Können vor Ort einem Test unterziehen. Unter Anleitung erfahrener Instrukteure der Polizei verdeutlichte ein Parcours, wie schnell E-Scooter tatsächlich fahren können, welche Bremsleistung sie aufweisen und wie sich die Geräte der verschiedenen Anbieter auf nassem Untergrund handhaben lassen.

Deklaration für mehr Sicherheit und ein respektvolles Miteinander unterzeichnet

Michael Takacs (Polizei), Mag. Sabine Kühschelm (BMVIT) und Mag. Alexander Bernart (AUVA) beim Vorstellen der Initiative "Sicher am E-Scooter" Bei der Unterzeichnung der "Deklaration für mehr Sicherheit am E-Scooter" sprachen sich sowohl die Vertreter von BMVIT (Mag. Sabine Kühschelm, Leiterin Verkehrssicherheit), Polizei (Michael Takacs, Leiter der Landesverkehrsabteilung der Wiener Polizei) und AUVA (Mag. Alexander Bernart, Direktor der AUVA-Landesstelle Wien) sowie die insgesamt sechs geladenen E-Scooter-Anbieter aus Wien (Bird, Circ, Hive, Lime, Tier, Wind) für mehr Aufklärungsarbeit und ein respektvolles Miteinander im Straßenverkehr aus. Zusätzlich verpflichten sich alle unterzeichnenden E-Scooter-Anbieter, eine Plakette mit einem speziellen QR-Code an ihren Fahrzeugen anzubringen, die zu einer E-Scooter-Informationsseite des BMVIT weiterleitet. Zu finden sind dort sowohl rechtliche Hinweise als auch praktische Tipps: 

linkE-Scooter - www.bmvit.gv.at

AUVA: Durch bewussten Umgang mit E-Scootern Unfälle vermeiden

E-Scooter sind im Vormarsch, weil sie unkompliziert und bequem sind. Um schnell von einem beruflichen Termin zum nächsten zu kommen, oder für die Fahrt zur Uni, sind sie für viele ein ideales Fortbewegungsmittel in der Stadt. Was wie ein Spielzeug anmuten mag, ist allerdings ein richtiges Verkehrsmittel. Bei Unfällen kann es zu schwerwiegenden Verletzungen kommen. "Im Traumazentrum Wien der AUVA verzeichnen wir immer mehr Unfälle mit E-Scootern. Gehirnerschütterungen und Brüche gehören dabei zu den häufigsten Verletzungen. Umso wichtiger ist es der AUVA, rasch auf die neuen Mobilitätsangebote zu reagieren und präventiv bewusstseinsbildende Maßnahmen für einen sicheren Umgang mit dem E-Scooter zu setzen. Mit der Unterzeichnung der Deklaration setzen wir gemeinsam ein Statement für ein sicheres und respektvolles Miteinander im Straßenverkehr", so Alexander Bernart, Direktor der AUVA-Landesstelle Wien.